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Wachstum und Innovation

1888

Der Kaufmann Max Winkelmann (1862-1935) eröffnet in Hamburg ein Handelsgeschäft für Lacke und Farben. Fünf Jahre später werden die ersten Farbdosen aus der inzwischen in der Hansestadt aufgebauten Fabrik ausgeliefert. Bis 1898 war das junge Unternehmen bereits so erfolgreich, dass für die vielen verschiedenen Produkte ein umfassender Name gesucht wurde. So entstand die Bezeichnung Glasurit, die den glasurartig harten Überzug der Lackfarben beschreiben und unverwechselbar klingen lassen sollte. 1908 wurde die Firma in eine Aktiengesellschaft mit dem Namen Glasurit-Werke Max Winkelmann AG mit 1,8 Millionen Goldmark Gründungskapital umgewandelt.
In den "Goldenen Zwanzigern" wurden farbige Lacke immer beliebter. Schon damals kundenorientiert, suchten die Glasuriter nach einem Symbol, das die Freude an der Farbe gleich auf der Verpackung widerspiegelte. Mit dem exotischen Papagei war bald ein geeigneter Sympathieträger gefunden. Den Ausschlag dafür gaben seine augenfällige Farbenpracht und sein hoher Bekanntheitsgrad auch hierzulande. Seit 1925 ist der Papagei Markenzeichen für die Glasurit-Lacke.

1965

Die Glasurit-Werke Max Winkelmann werden von der BASF übernommen, dies ist der Startpunkt des Aufbaus einer Lackgruppe innerhalb der BASF Aktiengesellschaft.

1969

Erwerb einer Beteiligung von 60 Prozent an der Suvinil S.A. Industria e Comercio de Tintas, São Paulo, durch die BASF-Gruppe.

1972

Gründung der BASF Farben + Fasern AG. Die Arbeitsbereiche Lacke, Anstrichmittel, Fasern, Druckfarben und Teile des Pigmentbereichs werden zusammengefasst. Fusion der einhundertprozentigen Tochtergesellschaften der BASF Aktiengesellschaft Glasurit-Werke M. Winkelmann GmbH, Hamburg, Herbol-Werke Herbig Haarhaus AG, Köln, G. Siegle & Co. GmbH, Stuttgart, Kast + Ehinger GmbH, Stuttgart, und die BASF Spinntechnik AG, Hamburg.

1982

Einweihung des neuen Werks in Guadalajara, Spanien, nach zweijähriger Bauzeit. Hier werden zunächst ausschließlich Fahrzeuglacke für die Erstlackierung hergestellt.

1985

Die BASF erwirbt die Gesellschaften der Inmont-Gruppe von der amerikanischen United Technologies Corporation. Damit erweitern sich die Lackaktivitäten in Europa und Nordamerika erheblich.

1986

Das Fasergeschäft wird der BASF Aktiengesellschaft übertragen, die übrigen Aktivitäten sowie der Sitz der Gesellschaft werden von Hamburg nach Münster verlagert. Diese Veränderung drückt sich auch in dem neuen Firmennamen aus: BASF Lacke + Farben AG.

1988

Schritt nach Japan: BASF Lacke + Farben und Tanabe Chemical Industries Co., Ltd. in Osaka, Japan, gründen eine gemeinsame Gesellschaft BASF Tanabe Ltd.. Mit Produktion und Vertrieb von Fahrzeuglacken auf dem japanischen Markt gewinnt die BASF Zugang zu den bedeutenden japanischen Automobilherstellern in Japan und zu deren Standorten in Übersee.

1989

Übernahme des Lackherstellers Pinturas Aurolín S.A. mit Produktionsstätten in Hermosillo, Mexico City, Vallejo und Ensenada in Mexiko. Aurolín stellt Fahrzeug-, Emballagen- und Industrielacke her. Durch die Akquisition kann die BASF den steigenden Lackbedarf aus lokaler Produktion decken.

1992

Einführung der wasserbasierenden Reparaturlacke: Glasurit Reihe 90.

1993

Neue Fabrik für Wasserbasislacke für die Automobilindustrie am BASF Standort Schwarzheide bei Dresden. Nach zweijähriger Bauzeit wird eine vollautomatisierte und hocheffiziente Lackfabrikation in Betrieb genommen. Die Anlage war die erste Investitionsentscheidung der BASF für eine Produktionsanlage an dem nach der deutschen Wiedervereinigung erworbenen Standort in Brandenburg.

1997

Die BASF Lacke + Farben AG wird umbenannt in BASF Coatings AG. Zeitgleich entwickelt sich auch die globale Präsenz weiter. In China wird BASF Shanghai Coatings Co., Ltd. eröffnet. Sie ist ein Joint Venture zwischen BASF Coatings AG mit 60 Prozent und der Unternehmensgruppe Shanghai Coatings Corporation (SCC) mit 40 Prozent. Das Unternehmen produziert und vermarktet zunächst Fahrzeugserienlacke.

1998

Übernahme des italienischen Industrielackherstellers Salchi S.p.A. Veräußerung des Bautenanstrichmittelgeschäftes in Europa. Das Bautenanstrichmittelgeschäft in Südamerika mit der regional führenden Marke Suvinil wird von der BASF Coatings weitergeführt.

1999

Übernahme des weltweiten Coil Coatings-Geschäfts der norwegischen Norsk-Hydro ASA.

2000

Gründung eines 50/50-Joint Venture mit der NOF Corporation: BASF NOF Coatings Co. Ltd. Damit ist BASF der erste westliche Coatings-Hersteller mit Produktion in Japan.
Gründung eines 50/50-Venture mit der Akzo Nobel Pty Ltd. Die BASF Akzo Nobel Automotive OEM Coatings Pty Ltd. befasst sich mit der Vermarktung von Fahrzeuglacken in Australien.

2002

Erwerb der restlichen Anteile am 1999 gegründeten Autoreparaturlack-Joint Venture BASF Wattyl Coatings, Australien. Das Joint Venture, an dem die BASF bisher 51% der Anteile hielt, operiert künftig unter dem Namen BASF Coatings Pty Ltd. im australischen Markt.

2004

Die BASF Coatings baut ihre Präsenz im chinesischen Markt aus und verstärkt ihre Coil Coatings-Aktitvitäten in Shanghai.

2007

Integration der RELIUS-Gruppe (aus der Akquisition der Degussa Bauchemie). BASF Coatings ist damit wieder im europäischen Bautenanstrichmittel-Geschäft vertreten.

2008

Als erster international agierender Lackhersteller eröffnet BASF Coatings einen Produktionsstandort in Russland. In der Anlage in Pavlovskij Posad, in der Nähe von Moskau, werden Fahrzeuglacke (Basis- und Klarlacke) hergestellt.

2009

Eröffnung des Color Design Studios Münster
Eröffnung des Glasurit Refinish Competence Centres

BASF Coatings hat ihre Labor- und Produktionskapazitäten für Wasserbasislacke in Würzburg, Deutschland erweitert. Das Unternehmen hat außerdem das neue Refinish Competence Centre (Trainingszentrum für Lackierer) am Standort Münster eröffnet. Zudem hat BASF das Coatings-Geschäft in ASEAN mit dem Zentrum in Thailand erweitert, um den Markt für Motorräder, Industrie- und Autolacke zu bedienen.    

 
   
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