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Spezialist gesucht (CP 1/2009)

Seit 2000 kooperiert BASF Shanghai Coatings mit dem chinesischen Automobilhersteller FAW. Eine Schlüsselpartnerschaft mit Perspektiven.


Enge Partner: Eines der legendären Hongqi-Modelle präsentiert Wang YuChun, Deputy General Manager FAW-Car (Mitte), seinen Gästen.
Von links: Sales and Marketing Director Walter Liu (BASF Shanghai Coatings), Regional Marketing Manager Jack Zou (BASF Coatings Asia Pacific), FAW Account Manager Xia Weiguo (BASF Shanghai Coatings) und Mutsuo Aoki, Leiter der BASF Coatings in der Region Asien Pazifik
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  Hongqi – rote Fahne“ heißen die Luxuslimousinen der chinesischen Regierung. Seit 1958 stellt die in Changchun ansässige China First Automobile Group Corporation (FAW) sie her. Heute ist Hongqi die etablierte Luxusmarke der Gruppe und die 1953 gegründete FAW einer von Chinas größten Automobilherstellern.

Der Aufschwung begann nach der wirtschaftlichen Öffnung Chinas in den 80er-Jahren, in deren Folge auch die Mobilität im Land stetig zunahm. Die wachsende Nachfrage deckte FAW mit Joint  Ventures – seit 1991 mit Volkswagen (VW), seit 2002 mit Toyota. Selbst entwickelte FAW die Mittelklasselimousine „Besturn“ und stellt in Lizenz den Mazda 6 für den chinesischen Markt her.

Rund 80 Prozent dieser Fahrzeuge aus Eigenproduktion erhalten Serienlacke von BASF Coatings. Auch die neuen Hongqi-Modelle sind mit Lacken der BASF Coatings beschichtet.

Eigeninitiative

Vor sieben Jahren kam es zu den ersten Kontakten zwischen FAW und BASF Coatings. Der Lackhersteller hatte gerade mit der Belieferung des FAW-VW-Werks in Changchun begonnen. Der chinesische Automarkt florierte, und FAW investierte in die Produktivität seiner Werke. BASF Coatings nahm Kontakt mit FAW auf, unmittelbar nachdem man von den Investitionsplänen erfahren hatte.

„Ganz ehrlich, für uns war das eine enorme Herausforderung“, erinnert sich Walter Liu, Verkaufsdirektor von BASF Shanghai Coatings. „Unser Unternehmen war gerade mal drei Jahre alt, und ein zweiter Kunde, der mehr als zweieinhalb Flugstunden entfernt ist, stellte unser kleines Team vor eine große Aufgabe.“

Die Mitarbeiter reagierten prompt: Unter der Leitung eines Verkaufsmanagers wurden zwei Notfallteams aus je einem Servicefachmann und Labortechniker gebildet, die sich im Wochenrhythmus in Changchun abwechselten. „Das konnte nur mit echtem Teamwork und der systematischen Organisation des technischen Service funktionieren“, erinnert sich Jack Zou, heute Marketingdirektor von BASF Coatings Asien Pazifik, damals Labortechniker.

„Die Kunst bestand darin, Übergabe und Information zwischen den wechselnden Teams so präzise zu gestalten, dass der Kundenservice nahtlos war. Das hieß, ein konstant hohes Qualitätsniveau des technischen Service zu gewährleisten.“ Die Testphasen folgten Schlag auf Schlag: zuerst mit einem Fahrzeug, dann mit einer Serienfertigung, zuerst mit einer Farbe, dann mit mehreren unterschiedlichen Basislack-Klarlack-Kombinationen.

Kurze Zeit später erhielt BASF Shanghai den Auftrag zur Lieferung eines beträchtlichen Anteils der von FAW benötigten Fahrzeugserienlacke.

Auf Augenhöhe

Der chinesische Automarkt wächst weiter, auch FAW expandiert. 2003 wurde der Vertrag über die Lizenzproduktion des Mazda 6 geschlossen. „Ein großer Moment für uns“, bestätigt Wang YuChun, Deputy General Manager, FAW-Car. Mit dem gestiegenen Volumen stand ein Ausbau der Produktionsanlagen an, darunter auch der Ersatz einer Lackierstraße. YuChun: „Aufgrund unserer Erfahrungen wandten wir uns erneut an BASF Coatings.

Es ist ein internationales Unternehmen auf Augenhöhe, das effektiv technische Unterstützung leisten kann, besonders wenn es um neue Anlagen und Produktionserweiterungen geht.“ Im anschließenden Wettbewerb um die Serienlackbelieferung der chinesischen Mazda-6-Produktion konnte sich BASF Coatings auch gegen die bisherigen japanischen Originallackhersteller durchsetzen.

2006 brachte FAW die in Italien designte Limousine „Besturn“ auf den Markt. Um jetzt die Farbpalette für den Wagen zu erweitern, suchte man wieder die Zusammenarbeit mit BASF Coatings. Zurzeit entsteht ein neues Automobilwerk inklusive Lackierstraße.

Hier sollen neue Technologien für mehr Effizienz und Ökologie zum Einsatz kommen. Zur Klärung der Fragen war FAW in den Technologiecentern von BASF Coatings in Japan und Deutschland zu Besuch. Noch ist keine Entscheidung gefallen, doch wasserbasierte Lacke oder auch integrierte Prozesse sind für FAW attraktive Optionen.

Wang YuChun: „Dank BASF Coatings können wir auf jeden Fall die neuesten Lacktechnologien nutzen. Wir bauen darauf, dass die Zusammenarbeit noch lange andauern wird.“

   

Wachstum: Zwei neue Werke errichtete FAW seit 2003. Die Konzeption der Lackierstraßen entstand mithilfe der BASF Coatings.

www.asiapacific.basf.com
www.faw.com

 

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