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Tauchgänge (CP 2/2009)
BASF bietet seit 30 Jahren Produkte und Lösungen für die kathodische
Tauchlackierung (KTL) an: CathoGuard-Lacksysteme schützen Metall zuverlässig
vor Korrosion und sind besonders umweltverträglich.
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Rostlaube: Das war einmal. Dank
der Elektrotauchlacke sind die Karossen solider und widerstandsfähiger denn
je.
(Foto: www.piqs.de)
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Die gereinigte und vorbehandelte Karosserie taucht ins Becken. Luftblasen
steigen auf, während sie im Elektrotauchlack verschwindet. Wenige Minuten
später erscheint die Karosse wieder und ist komplett mit einem Lackfilm
beschichtet.
Nach dem Spülen trocknet sie im Einbrennofen. Dank der kathodischen
Tauchlackierung (KTL), die als erste Lackschicht vor Korrosion schützt, hat es
Rost heute wesentlich schwerer.
Vor über 40 Jahren begann die Erfolgsgeschichte der Elektrotauchlackierung
(siehe Kasten) – und schlägt nun mit CathoGuard® 800 und 900 ein
neues Kapitel auf.
Gegensätze ziehen sich an
Anfang der 60er-Jahre veränderte sich der Lackierprozess grundlegend. Die
herkömmliche Tauchlackierung wurde durch die Einführung der sogenannten
anodischen Tauchlackierung (ATL) buchstäblich „elektrisiert“. Das Prinzip:
Karosse und Lack werden elektrisch geladen – erstere positiv, letzterer
negativ. Der Lack wird gleichmäßig auf der Karosse abgeschieden und gelangt bis
in kleinste Hohlräume. Selbst Kanten meistert die elektrische
Tauchlackierung.
Die gleichmäßige Oberfläche dieser Beschichtung bietet einen optimalen
Untergrund für den weiteren Lackaufbau. Das ebenmäßige Erscheinungsbild
verhilft der Karosse zu einer verbesserten Oberflächengüte. Diese ersten
Elektrotauchlacksysteme wurden seitdem kontinuierlich weiterentwickelt, um den
immer höheren Anforderungen der Automobilindustrie gerecht zu werden.
Eine wesentliche Rolle spielen dabei die Harze, die als Bindemittel
fungieren. „Sie sorgen dafür, dass sich der Lack unter elektrischen
Bedingungen an der Karosserie abscheidet“, so Chemiker Dr. Guenther Ott, Leiter
der Harzentwicklung für Tauchlacke, der seit knapp 30 Jahren kontinuierlich an
der Verbesserung der Harze arbeitet.
Mitte der 70er-Jahre löste die kathodische Tauchlackierung die anodische ab.
Beim KTL-Verfahren sind die Pole vertauscht. Das Werkstück ist jetzt negativ
und der Lack positiv geladen. Die BASF befüllte Ende der 70er-Jahre die erste
Kleinteile-KTL-Anlage in der europäischen Automobilindustrie.
„Wir arbeiten seit 30 Jahren unter anderen mit MAGNA STEYR Fahrzeugtechnik
aus Österreich erfolgreich zusammen“, berichtet Guido Harbusch von der BASF
Coatings, der den Autobauer mit einem BASF-Team am Standort Graz unterstützt.
Die Coatings-Werke Münster und Guadalajara liefern die passenden
Tauchlacke.
Kontinuierlich: Chemiker der BASF verbessern Eigenschaften
und Ökoeffizienz der KTL-Lacke. (Fotos: gettyimages)
Die neue Generation
Ende der 80er-Jahre führte die BASF die Technologie CathoGuard in den Markt
ein. CathoGuard-Elektrotauchlacke zeichnen sich insbesondere durch ihren
optimierten Kantenschutz, Verlauf und Umgriff aus. CathoGuard 300 bis 500 waren
die ersten bleifreien KTL-Produktlinien.
Die neuesten Generationen CathoGuard 800 und 900 sind zudem zinnfrei
und entsprechen den jüngsten Anforderungen der Umweltschutzgesetzgebung. Der
Lösemittelgehalt liegt bei unter einem Prozent, womit die BASF auch im
Interesse ihrer Kunden zum Umweltschutz beiträgt.
CathoGuard 800 und 900 sind gemäß der US-amerikanischen Umweltgesetzgebung
„HAPs-free“, verzichten also auf gefährliche Luftschadstoffe („Hazardous Air
Pollutants“). Diese Produktreihen befinden sich derzeit in der Markteinführung,
weisen aber bereits in die Zukunft: Neue Gesetze werden über kurz oder lang die
Zinnfreiheit von Elektrotauchlacken vorschreiben.
Besonders integrierte Lackaufbauten erfordern ein hohes Maß an
Untergrundabdeckung der verschiedenen Metallsubstrate – was die
CathoGuard-Technologie schon heute sicherstellt.
„Keine Technologie ist so erfolgreich wie KTL“, so Dr. Klaus Arlt, der
als Laborleiter maßgeblich an der Entwicklung der ökoeffizienten
CathoGuard-Lacke beteiligt war. „Im Vergleich zur herkömmlichen Beschichtung
spart KTL viel Material ein.
Das Eigenschaftsprofil leidet nicht darunter. Ganz im Gegenteil: Die im Lack
enthaltenen basischen Polymere bewirken einen hervorragenden Korrosions- und
Steinschlagschutz.“ Und die Umwelt profitiert von dem geringen Lösemittelanteil
der modernen Tauchlacke.
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Neu: Neu: KTL-Anlage von MAGNA STEYR Fahrzeugtechnik in
Graz, Österreich
(Foto: MAGNA STEYR Fahrzeugtechnik)
Die neue Generation
Ende der 80er-Jahre führte die BASF die Technologie CathoGuard in den Markt
ein. CathoGuard-Elektrotauchlacke zeichnen sich insbesondere durch ihren
optimierten Kantenschutz, Verlauf und Umgriff aus.
CathoGuard 300 bis 500 waren die ersten bleifreien KTL-Produktlinien.
Die neuesten Generationen CathoGuard 800 und 900 sind zudem zinnfrei und
entsprechen den jüngsten Anforderungen der Umweltschutzgesetzgebung.
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Der Lösemittelgehalt liegt bei unter einem Prozent, womit die BASF auch im
Interesse ihrer Kunden zum Umweltschutz beiträgt. CathoGuard 800 und 900 sind
gemäß der US-amerikanischen Umweltgesetzgebung „HAPs-free“, verzichten also auf
gefährliche Luftschadstoffe („Hazardous Air Pollutants“).
Diese Produktreihen befinden sich derzeit in der Markteinführung, weisen
aber bereits in die Zukunft: Neue Gesetze werden über kurz oder lang die
Zinnfreiheit von Elektrotauchlacken vorschreiben. Besonders integrierte
Lackaufbauten erfordern ein hohes Maß an Untergrundabdeckung der verschiedenen
Metallsubstrate – was die CathoGuard-Technologie schon heute sicherstellt.
„Keine Technologie ist so erfolgreich wie KTL“, so Dr. Klaus Arlt, der
als Laborleiter maßgeblich an der Entwicklung der ökoeffizienten
CathoGuard-Lacke beteiligt war. „Im Vergleich zur herkömmlichen Beschichtung
spart KTL viel Material ein.
Das Eigenschaftsprofil leidet nicht darunter. Ganz im Gegenteil: Die im Lack
enthaltenen basischen Polymere bewirken einen hervorragenden Korrosions- und
Steinschlagschutz.“ Und die Umwelt profitiert von dem geringen Lösemittelanteil
der modernen Tauchlacke.“
„Und nicht zuletzt steht allen Kunden unser Servicekonzept
CathoCare® zur Verfügung“, so Dr. Achim Gast, Leiter des E-Coat
& Primer Competence Center der BASF Coatings. CathoCare beinhaltet Tools
zur Hilfestellung von der Planung bis zur Prozessüberwachung.
„Das Serviceteam kümmert sich um die Optimierung des Produktionsprozesses.
Wir unterstützen die Kunden vor Ort bei der Steuerung der Anlagen, um
einen reibungslosen Prozessablauf zu gewährleisten.“ Zum festen Angebot gehört
etwa die regelmäßige Analyse von KTL-Proben aus den Werken der
Automobilhersteller und der Zuliefererindustrie.
Die BASF Coatings produziert ihre KTL-Produkte in
Deutschland, Spanien, Brasilien, USA, China und Indien. An allen
Coatings-Produktionsstandorten gibt es Produktlabore, die die Lacke auf
Eigenschaften wie Abscheideverhalten, Stabilität und Korrosionsschutz
prüfen.
(Foto: gettyimages)
Sie prüfen Produktinnovationen, die noch während ihrer Entwicklung auf die
jeweiligen Kundenbedürfnisse abgestimmt werden können. Erfahrung,
Innovationsgeist und Kundenorientierung ergeben bei der BASF nicht nur im
Bereich KTL die richtige Mischung .
www.basf-coatings.de
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