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Designer der BASF Coatings prognostizieren die automobilen Farbtrends der Zukunft
Die neue Individualität

Münster. Turbulenzen, Krise, Flaute - Trends bleiben nicht
unbeeinflusst von den Ereignissen an den Weltmärkten. „Unsicherheit und
Spannungen hinterlassen zwar ihre Spuren im Trendgeschehen, in der Farbwelt
kann von Schwarzmalerei jedoch keine Rede sein“, so Eva Höfli und Mark Gutjahr,
Farbdesigner der BASF Coatings GmbH. Vielmehr werden Farben zum wichtigen
stärkenden Faktor, indem sie Themen von Harmonie über Verwirrung bis zur Krise
aufnehmen, verarbeiten und widerspiegeln. Sie werden somit auch weiterhin zur
emotionalen Kaufentscheidung beitragen.
Nach vielen großen Auftritten schlägt das Farbspektrum nun sehr
individuelle, sogar persönliche Töne an. „Was wird sein?“, diese Frage stellt
man sich eher mit besonnener Konzentration auf die eigenen Fähigkeiten als mit
überreiztem Konkurrenzdenken. „Die globale Finanzkrise hat eindrucksvoll
gezeigt, wie brüchig mitunter das materielle Glück ist, an das wir uns halten“,
sagt Gutjahr. Die automobilen Farbtrends von morgen reflektieren genau diese
Erkenntnis: Es geht um mehr. Gutjahr und Höfli sehen drei wesentliche
Entwicklungen.
Die neuen Ökos: Paten der Erde
Umweltthemen haben weite Kreise gezogen und immer mehr Bedeutung erlangt.
Aus den Öko-Aktivisten sind Paten der Erde geworden, die zu einer großen,
starken Trendkraft angewachsen sind. Sie lassen Ökologie, Komfortbewusstsein
und Individualität verschmelzen. Diese thematische wie emotionale Ausweitung
ist auch im Farbklima spürbar. „In dieser ‚neuen Ökologie’ verzeichnen wir
sinnliche Pastelltöne von vergrautem Apricot bis gelbfarbenem Beige“, erklärt
Eva Höfli. Grün, die Vorzeigefarbe der Ökologie, entwickelt sich eher in
Richtung warmer, zurückgenommener Farbbereiche und spiegelt so ein
reflektiertes und entschleunigtes Ökologiebewusstsein wider. Warme Brauntöne
gehören ebenso zum Repertoire. „Früher assoziierte man mit der ‚grünen
Ideologie’ auch immer Reduktion und Verzicht. Heute ist das anders. Heute kann
eine ökologische Einstellung auch luxuriös und elegant sein“, erklärt Gutjahr
den gesellschaftlichen Sinneswandel.
Neben dieser abstrakten Natürlichkeit zeigt das Farbspektrum der smarten
Ökologie auch seine emotionalen Seiten. Starke Blautöne sowie dunkle, warme
Grüntöne inszenieren sich mit viel Feingefühl und Intensität. Chromatische
Highlights und Farbwechsel ins Schwarze laden diese starken Naturtöne emotional
auf und sorgen für Dramatik. Dabei sind Kupfer- und bronzefarbene Tönungen
wichtige Impulsgeber.
Farben und Texturen zur Trendwelt „Paten der Erde“:
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Grau-Rosé
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Leichte, pastellfarbige Bereiche auf kühlem, metallischem Grundton
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Apricot
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Sehr feine, leichte Farben mit hohem Weiß- und Grauanteil
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Braun bis Bronze
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Tiefe, warme Brauntöne von dunklem Honig bis Schokolade und Bronzetönen
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Grün
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Graugrüne oder silbrige Nuancen; sehr warm und mit farbigem Flop
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Dunkelgrün
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Satte Farbigkeit mit goldenem Highlight und dunklem Flop
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Blau
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Tiefe, kühle Bereiche mit Einschlüssen von Grün und Turquoise (kein
Rotstich)
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Zeit für etwas Neues oder: Freude am
Experiment
Selbstverständlich wird auch im Bereich der automobilen Farbtrends weiterhin
unverblümt experimentiert. Selbstbewusst, anspruchsvoll und dennoch spielerisch
orientiert man sich an Einflüssen aus einer bewegten Kunst- und
Kulturlandschaft. „Wir nennen das Ergebnis Bold Colors“, sagt Gutjahr: starke,
gewagte Farben wie giftige Gelbtöne und Rot-Pink Kombinationen fesseln den
Blick durch ungewöhnlich chromatische Farbwechsel. Für besondere Aufmerksamkeit
sorgen extreme Sparkle-Effekte in eisigem Blau und dunklem Violett. „Hier
erkennt man deutlich die Freude am Experiment“, erklärt Gutjahr. „Schwindende
Sicherheit in einer komplexen Welt führt in der Farbwelt nicht zur Flucht,
sondern zu Mut und Aufbruch ins Ungewisse.“
Farben und Texturen „Freude am Experiment“
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Gelb
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Kräftige Farbräume mit Tendenz zu Grün und viel Effekt
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Rot
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Intensive Farbigkeit mit pinkfarbenem Flop
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Blau
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Eisige Blaubereiche mit viel Effekt und wenig Flop
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Violett
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Dunkler Grundton mit sehr grobem Effekt
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Aus alt mach neu oder: Jenseits von
Silber
Es wird nach neuen Rohstoffen gesucht, um an der Farbwelt von morgen zu
bauen. Neue Anforderungen an Wissenschaft und Technik werden auch bei
futuristischen Metallen spürbar. Statt technischer Raffinesse stehen hier
ebenso sinnliche Momente wie Haptik hoch im Kurs. Man möchte die Welt neu
begreifen; weiche und nahezu wachsartige Oberflächenoptik und helle, gebrochene
Weißbereiche verweisen auf ein aufkommendes Interesse am Modellhaften und
Formbaren. „Wir bewegen uns jenseits der klassischen Metall-Optik“, sagt Eva
Höfli. Wichtige Elemente der Effektgestaltung sind hier extrem helle Sparkles.
Dunkles und getöntes Silber und Schwarz mit starken Farbverläufen sowie
effektvolles Tiefschwarz sind weitere prominente Vertreter dieser
Trendwelt.
Farben und Texturen „Jenseits von Silber“:
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Schwarz
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Tiefe, extreme dunkle Farben mit subtilen Effekten/Sparkles
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Schwarz
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Farbverläufe; z.B. von Rot zu Grün
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Schwarz
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Dunkler Grundton mit farbigen Highlights von Rot bis Violett
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Weiß
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Warme, gebrochene Farbbereiche mit Anleihen an Beige
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Anthrazit
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Dunkel und superfein mit minimalen roten oder grünen Effekten
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