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 13.07.2010

Rauschen der Farben: Designer der BASF Coatings stellen Trends für Europas Straßen von morgen vor

  • Kräftige Unitöne gewinnen durch Elektromobilität-Trend an Bedeutung
  • Spektrum von Schwarz- und Silbertönen wächst
  • Naturtöne im Trend durch anhaltende Öko-Welle

Münster. Ökologie, Umdenken, Verantwortung, Urbanität, Nachhaltigkeit, neue Technologien: Auf der Suche nach den automobilen Farbtrends der Zukunft empfangen die Designer der BASF Coatings in diesem Jahr vielfältigste Signale. Dazu BASF Coatings Designerin Eva Höfli: „Wenn wir uns auf dem Frequenzband der aktuellen und zukunftsrelevanten Themen umsehen, stellen wir fest: es wird unentwegt gesendet!“ So erklärt sich auch der Name der europäischen Trendkollektion 2010/2011: „Rauschen“. Während manche Phänomene, wie beispielsweise die Öko-Welle seit mehreren Jahren dem Farbgeschehen ihren Stempel aufdrücken, schleichen sich auch zusehends kleinere, dezentere Tendenzen ein. In der aktuellen BASF-Kollektion kommen diese beispielsweise durch eine größere Palette an Uni-Farbtönen zum Ausdruck. 

„Gerade die letzten Automobilmessen haben gezeigt, dass man am Thema Elektromobilität nicht vorbei kommt“, erklärt Höfli. „Diese neuen Fahrzeuge arbeiten mit einer veränderten Formen- und Materialsprache und erfordern daher auch eine neue Farbpalette.“ Die Erweiterung der Palette der Uni-Farbtöne eignet sich hier besonders gut.

Nicht unberührt vom Rauschen in der Farbwelt zeigen sich auch die „Massenfarben“ Schwarz sowie Silber und Grau. Hier wächst das Spektrum der Tönungen, Effekte und Nuancen von Jahr zu Jahr an. Fusionen vonkühlem, technischem Silber mit warmen pastelligen Elementen erschließen hier neuartige Farbbereiche. „Unsere Kollektion 2010/2011 definiert Bekanntes neu und hält dabei noch viele Überraschungen bereit“, sagt Eva Höfli.

Die Definition der aktuellen Trend- und Farbwelten

Im Wesentlichen sehen die BASF-Designer vier bedeutende Trendrichtungen, aus denen sie die entsprechenden Farbcodes filtern:

1. „Neue Intelligenz: Defragmentierte Erscheinungen“

Ökologie und Technik verschmelzen zu dieser Trendwelt, in der warme und kalte Farben dominieren. Das Bewusstsein für Umwelt hat an Einfluss gewonnen. Wichtig ist nunmehr nicht nur, ökologische Ressourcen einzusetzen, sondern welche Auswirkungen der Einsatz in wirtschaftlicher oder sozialer Hinsicht hat. Die Suche nach neuen Materialien hat dafür gesorgt, dass Wissenschaft und Design Schnittmengen gebildet haben, aus denen eine Trendwelt mit hohen gestalterischen wie auch technologischen Ansprüchen entstanden ist: Effizienz trifft Einzigartigkeit, Performance trifft Personality. Die neuen Oberflächen erscheinen undurchdringlich und dicht.

Farbcodes der Neuen Intelligenz:

Eine Auswahl warmer und leicht anmutender Farben mit feinen bis sehr feinen Effekten in Kombination mit kühlen Silbertönen und blauen Schattierungen bilden die hauptsächlichen Farbrichtungen. Zudem entwickeln sich hier die „New Neutrals“ – kühle, vergraute Beige- und Brauntöne sowie die Weiterentwicklung von Weiß mit einem höheren Grauanteil. Unis sowie hochfeine Effekte stehen hier gleichwertig nebeneinander. Pastelltöne, sowohl mit hohem Weißanteil als auch deutlich chromatisch, finden sich neben fein justierten Naturtönen aus Braun und Blau. Sie sind die neuen Wegweiser einer intelligent gestalteten Mobilität der Zukunft.

2. „MOVE ON NOW: Eindeutige Wiederholungen“

Innovationen sind heute ein Muss. Beim Thema Mobilität geht es auch darum, Ressourcen intelligent zu nutzen und Distanzen effizient zu überbrücken. Kleine Pkw und Elektroautomobile werden das Stadtbild beleben. In dieser Trendwelt bleibt also kein Raum für Effekte. Die Farben müssen immer und überall funktionieren. Hieraus entwickeln sich die neuen „Bold Solids“ (starke Unifarbtöne), die die engen Straßen von morgen prägen werden. Jenseits vom bekannten, urbanen Farbkontext der Grau- und Silbertöne stehen sie für die hohe Funktionalität einer “Hier-und-Jetzt”-Mentalität, die sich nicht zu verstecken braucht.

Farbcodes des Hier-und-Jetzt:

Alles ist Uni! Die Palette reicht von kräftigem Graublau zu signalstarken Rottönen und deutlichem Gelb und Grün. Diese Grundfarben werden durch vergraute Beige- und Hauttöne ergänzt. Oberflächen in dichten urbanen Strukturen sind sowohl hochglänzend als auch matt.

3. „Vernünftige Grenzgänger: Effektvolle Vertonung“

Kontraste sind in dieser Trendwelt tonangebend; sie definieren Räumlichkeit neu, heben Perspektiven aus den Angeln und spielen mit überraschenden Effekten und verzerrten Proportionen. Hier geht es um die durchkalkulierte Magie der dunklen und metallischen Töne. Die Tiefe der Farbe, die Strahlkraft der Effekte, die Zähigkeit des Liquid-Effektes - hier entstehen besonders effektvolle Serienlacke.

Farbcodes der Grenzgänger:

Die Grenzen beliebter Farben wie Schwarz, Blau und Silber werden durch extreme Effekte wie zum Beispiel deutlichen Farbverläufen sowie farbigen Einschlüssen neu definiert. Zusätzlich erzeugen superfeine Silberfarbtöne mit mattem Klarlack fast haptische Impressionen.

4. „Super Normal: Harmonisch Unregelmäßig“

Neben all den Veränderungen des ökologischen Zeitalters, dem Abenteuer Zukunft, Zweifeln, Fragen und der unbestimmten Furcht vor der Unberechenbarkeit des Neuen braucht der Mensch Normalität! Und diese neue Normalität gilt es zu definieren: Ausbalancierte Farbtiefen und wohldosierte Effekte bringen diese Trendwelt in einen sicheren Zustand.

Farbcodes des Super Normalen:

Braun- und Blautöne, die nicht der Tradition verpflichtet sind und doch an Vertrautes anknüpfen. Eine Kollektion erdiger, mit reichhaltigen Farbtiefen versehene Oberflächen, aber auch vergraute Nuancen mit einem Highlight an chromatischen Verläufen bilden die harmonische Grundlage einer ausbalancierten Normalität.

Neue Form für die perfekte Präsentation

„Rauschen“ ist die erste BASF-Kollektion, die auf den eigens für das Unternehmen gestalteten Kunststoffformen, den so genannten Domes, präsentiert wird. Diese Form, die die Designer nach zahlreichen Gesprächen mit den Kunden aus der Automobilindustrie entwickelt haben, vermittelt einen sehr realistischen Eindruck von den Ecken, Kanten und Rundungen moderner Automobilkarossen. Hergestellt wird die Form aus dem Hochleistungskunststoff Ultramid TOP, ebenfalls ein BASF-Produkt. Eva Höfli ist zufrieden mit dem Ergebnis: „Gerade moderne Effektlacke können ihre Wirkung nur auf Karossen mit einem gewissen Licht-Schattenspiel entfalten. Dies können wir nun dank unserer neuen Domes viel besser im Kleinen darstellen.“

Interview mit Color Designerin Eva Höfli

 
 
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Farbdesigner Mark Gutjahr zeigt die erste Trendwelt: Ökologie und Technik verschmelzen zu dieser Trendwelt.
 
 
 
Die Palette in der zweiten Trendwelt reicht von kräftigem Graublau zu signalstarken Rottönen und deutlichem Gelb und Grün. BASF Farbdesignerin Katja Pauli zeigt die Farben.
 
 
 
Die Grenzen beliebter Farben wie Schwarz, Blau und Silber werden durch extreme Effekte wie zum Beispiel deutlichen Farbverläufen sowie farbigen Einschlüssen neu definiert.
 
 
 
Eva Höfli präsentiert diese Trendwelt mit unter anderem erdigen Farben.
 
 
 
Die neue Form der Domes.
 
 
 
Eva Höfli, BASF Farbdesignerin.
 
 
 

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