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Rauschen der Farben: Designer der BASF Coatings stellen Trends für Europas Straßen von morgen vor
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Kräftige Unitöne gewinnen durch Elektromobilität-Trend
an Bedeutung
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Spektrum von Schwarz- und Silbertönen
wächst
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Naturtöne im Trend durch anhaltende
Öko-Welle
Münster. Ökologie, Umdenken, Verantwortung, Urbanität,
Nachhaltigkeit, neue Technologien: Auf der Suche nach den automobilen
Farbtrends der Zukunft empfangen die Designer der BASF Coatings in diesem Jahr
vielfältigste Signale. Dazu BASF Coatings Designerin Eva Höfli: „Wenn wir uns
auf dem Frequenzband der aktuellen und zukunftsrelevanten Themen umsehen,
stellen wir fest: es wird unentwegt gesendet!“ So erklärt sich auch der Name
der europäischen Trendkollektion 2010/2011: „Rauschen“. Während manche
Phänomene, wie beispielsweise die Öko-Welle seit mehreren Jahren dem
Farbgeschehen ihren Stempel aufdrücken, schleichen sich auch zusehends
kleinere, dezentere Tendenzen ein. In der aktuellen BASF-Kollektion kommen
diese beispielsweise durch eine größere Palette an Uni-Farbtönen zum
Ausdruck.
„Gerade die letzten Automobilmessen haben gezeigt, dass man am Thema
Elektromobilität nicht vorbei kommt“, erklärt Höfli. „Diese neuen Fahrzeuge
arbeiten mit einer veränderten Formen- und Materialsprache und erfordern daher
auch eine neue Farbpalette.“ Die Erweiterung der Palette der Uni-Farbtöne
eignet sich hier besonders gut.
Nicht unberührt vom Rauschen in der Farbwelt zeigen sich auch die
„Massenfarben“ Schwarz sowie Silber und Grau. Hier wächst das Spektrum der
Tönungen, Effekte und Nuancen von Jahr zu Jahr an. Fusionen vonkühlem,
technischem Silber mit warmen pastelligen Elementen erschließen hier neuartige
Farbbereiche. „Unsere Kollektion 2010/2011 definiert Bekanntes neu und hält
dabei noch viele Überraschungen bereit“, sagt Eva Höfli.
Die Definition der aktuellen Trend- und Farbwelten
Im Wesentlichen sehen die BASF-Designer vier bedeutende Trendrichtungen, aus
denen sie die entsprechenden Farbcodes filtern:
1. „Neue Intelligenz: Defragmentierte Erscheinungen“
Ökologie und Technik verschmelzen zu dieser Trendwelt, in der warme und
kalte Farben dominieren. Das Bewusstsein für Umwelt hat an Einfluss gewonnen.
Wichtig ist nunmehr nicht nur, ökologische Ressourcen einzusetzen, sondern
welche Auswirkungen der Einsatz in wirtschaftlicher oder sozialer Hinsicht hat.
Die Suche nach neuen Materialien hat dafür gesorgt, dass Wissenschaft und
Design Schnittmengen gebildet haben, aus denen eine Trendwelt mit hohen
gestalterischen wie auch technologischen Ansprüchen entstanden ist: Effizienz
trifft Einzigartigkeit, Performance trifft Personality. Die neuen Oberflächen
erscheinen undurchdringlich und dicht.
Farbcodes der Neuen Intelligenz:
Eine Auswahl warmer und leicht anmutender Farben mit feinen bis sehr feinen
Effekten in Kombination mit kühlen Silbertönen und blauen Schattierungen bilden
die hauptsächlichen Farbrichtungen. Zudem entwickeln sich hier die „New
Neutrals“ – kühle, vergraute Beige- und Brauntöne sowie die Weiterentwicklung
von Weiß mit einem höheren Grauanteil. Unis sowie hochfeine Effekte stehen hier
gleichwertig nebeneinander. Pastelltöne, sowohl mit hohem Weißanteil als auch
deutlich chromatisch, finden sich neben fein justierten Naturtönen aus Braun
und Blau. Sie sind die neuen Wegweiser einer intelligent gestalteten Mobilität
der Zukunft.
2. „MOVE ON NOW: Eindeutige Wiederholungen“
Innovationen sind heute ein Muss. Beim Thema Mobilität geht es auch darum,
Ressourcen intelligent zu nutzen und Distanzen effizient zu überbrücken. Kleine
Pkw und Elektroautomobile werden das Stadtbild beleben. In dieser Trendwelt
bleibt also kein Raum für Effekte. Die Farben müssen immer und überall
funktionieren. Hieraus entwickeln sich die neuen „Bold Solids“ (starke
Unifarbtöne), die die engen Straßen von morgen prägen werden. Jenseits vom
bekannten, urbanen Farbkontext der Grau- und Silbertöne stehen sie für die hohe
Funktionalität einer “Hier-und-Jetzt”-Mentalität, die sich nicht zu verstecken
braucht.
Farbcodes des Hier-und-Jetzt:
Alles ist Uni! Die Palette reicht von kräftigem Graublau zu signalstarken
Rottönen und deutlichem Gelb und Grün. Diese Grundfarben werden durch vergraute
Beige- und Hauttöne ergänzt. Oberflächen in dichten urbanen Strukturen sind
sowohl hochglänzend als auch matt.
3. „Vernünftige Grenzgänger: Effektvolle Vertonung“
Kontraste sind in dieser Trendwelt tonangebend; sie definieren Räumlichkeit
neu, heben Perspektiven aus den Angeln und spielen mit überraschenden Effekten
und verzerrten Proportionen. Hier geht es um die durchkalkulierte Magie der
dunklen und metallischen Töne. Die Tiefe der Farbe, die Strahlkraft der
Effekte, die Zähigkeit des Liquid-Effektes - hier entstehen besonders
effektvolle Serienlacke.
Farbcodes der Grenzgänger:
Die Grenzen beliebter Farben wie Schwarz, Blau und Silber werden durch
extreme Effekte wie zum Beispiel deutlichen Farbverläufen sowie farbigen
Einschlüssen neu definiert. Zusätzlich erzeugen superfeine Silberfarbtöne mit
mattem Klarlack fast haptische Impressionen.
4. „Super Normal: Harmonisch Unregelmäßig“
Neben all den Veränderungen des ökologischen Zeitalters, dem Abenteuer
Zukunft, Zweifeln, Fragen und der unbestimmten Furcht vor der Unberechenbarkeit
des Neuen braucht der Mensch Normalität! Und diese neue Normalität gilt es zu
definieren: Ausbalancierte Farbtiefen und wohldosierte Effekte bringen diese
Trendwelt in einen sicheren Zustand.
Farbcodes des Super Normalen:
Braun- und Blautöne, die nicht der Tradition verpflichtet sind und doch an
Vertrautes anknüpfen. Eine Kollektion erdiger, mit reichhaltigen Farbtiefen
versehene Oberflächen, aber auch vergraute Nuancen mit einem Highlight an
chromatischen Verläufen bilden die harmonische Grundlage einer ausbalancierten
Normalität.
Neue Form für die perfekte Präsentation
„Rauschen“ ist die erste BASF-Kollektion, die auf den eigens für das
Unternehmen gestalteten Kunststoffformen, den so genannten Domes, präsentiert
wird. Diese Form, die die Designer nach zahlreichen Gesprächen mit den Kunden
aus der Automobilindustrie entwickelt haben, vermittelt einen sehr
realistischen Eindruck von den Ecken, Kanten und Rundungen moderner
Automobilkarossen. Hergestellt wird die Form aus dem Hochleistungskunststoff
Ultramid TOP, ebenfalls ein BASF-Produkt. Eva Höfli ist zufrieden mit dem
Ergebnis: „Gerade moderne Effektlacke können ihre Wirkung nur auf Karossen mit
einem gewissen Licht-Schattenspiel entfalten. Dies können wir nun dank unserer
neuen Domes viel besser im Kleinen darstellen.“
Interview mit Color Designerin Eva Höfli
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