| |
Explosionsschutzkonzept
Die folgende Matrix stellt das Explosionsschutzkonzept für
unterschiedliche Einrichtungen der Applikationsverfahren dar. Die
Anwendbarkeit der aufgeführten A-Maßnahmen ist zu prüfen, um eine Reduzierung
der Zone von der Ausgangszone zu erlangen.
Bestimmte A-Maßnahmen sind unter definierten Rahmenbedingungen
aufgrund des technischen Regelwerks grundsätzlich verbindlich umzusetzen.
Diese Maßnahmen sind entsprechend hinterlegt dargestellt. Die genaue
Beschreibung ist in den Einzelkapiteln festgelegt.
| Einrichtung |
Mischein-
richtung für
Beschich-
tungsstoffe |
Pneumatische
Applikations-
anlagen |
Elektrosta-
tische Sprüh-
anlagen |
Trockner |
Kombinierte
Spritz- und
Trocknungs-
kabinen |
 |
A |
A |
A |
A |
A |
| AS |
AS |
AS |
|
|
| |
AT |
AT |
|
|
| |
AP |
AP |
|
AP |
| AR |
AR |
AR |
|
AR |
| AV |
AV |
AV |
AV |
AV |
| AA |
|
|
|
|
| |
AK |
AK |
AK |
AK |
| |
|
|
AI |
|
Nach Umsetzung der A-Maßnahmen verbleibt trotz der erzielbaren
Einschränkung des Auftretens explosionsfähiger Atmosphäre in der Regel in
den Applikationsseinrichtungen eine verbleibende Wahrscheinlichkeit.
Je nach zu erwartender Häufigkeit des Auftretens
explosionsfähiger Atmosphäre sind die Bereiche, wie in Kapitel A beschrieben,
in Zonen einzuteilen.
Für die betrachteten Bereiche können die unten aufgeführten
Zündquellen verfahrensbedingt auftreten. Es ist sicherzustellen, daß sämtliche
für die Zone unzulässigen Zündquellen entsprechend der beschriebenen
Schutzmaßnahmen sicher auszuschließen sind.
| Einrichtung |
Mischein-
richtung für
Beschich-
tungsstoffe |
Pneumatische
Applikations-
anlagen |
Elektrosta-
tische Sprüh-
anlagen |
Trockner |
Kombinierte
Spritz- und
Trocknungs-
kabinen |
 |
Z |
Z |
Z |
Z |
Z |
| ZE1, ZE2, ZE3, ZE3.2, ZE5, ZE6, ZE7, ZE8 |
ZE1, ZE2, ZE3, ZE3.1, ZE3.2, ZE6, ZE7, ZE8, ZE10, |
ZE1, ZE2, ZE3, ZE3.1, ZE3.2, ZE6, ZE7, ZE8, ZE10, ZE13 |
ZE1 |
ZE1, ZE2, ZE3, ZE3.1, ZE3.2, ZE6, ZE7, ZE8, ZE10, ZE13 |
| ZT1, ZT3, ZT4, ZT5 |
ZT1, ZT2, ZT3, ZT4, ZT5 |
ZT1, ZT2, ZT3, ZT4, ZT5 |
ZT1, ZT2, ZT3, ZT4 |
ZT1, ZT2, ZT3, ZT4, ZT5 |
| ZF1, ZF2 |
ZF1, ZF2 |
ZF1, ZF2 |
ZF1, ZF2 |
ZF1, ZF2 |
| ZR1, ZR2 |
ZR1, ZR2 |
ZR1, ZR2 |
ZR1,
ZR2 |
ZR1, ZR2 |
Gelingt es nicht oder nur unzureichend sicher, sämtliche für
die Zone unzulässigen Zündquellen auszuschließen (Wirksamkeit von Zündquelle in
Zonen siehe Tabelle), ist durch die unten aufgeführten konstruktiven Maßnahmen
das Ausmaß einer etwaigen Explosion auf ein unschädliches Maß zu begrenzen.
Bestimmte K-Maßnahmen sind unter definierten Rahmenbedingungen aufgrund des
technischen Regelwerks grundsätzlich verbindlich umzusetzen. Diese Maßnahmen
sind entsprechend hinterlegt dargestellt. Die genaue Beschreibung ist in den
Einzelkapiteln festgelegt.
| Einrichtung |
Mischein-
richtung für
Beschich-
tungsstoffe |
Pneumatische
Applikations-
anlagen |
Elektrosta-
tische Sprüh-
anlagen |
Trockner |
Kombinierte
Spritz- und
Trocknungs-
kabinen |
 |
K |
K |
K |
K |
K |
| |
|
|
KM |
|
| |
KP |
KP |
KP |
KP |
| |
|
KU |
|
KU |
Nicht jede der in der Tabelle aufgeführten Z-Maßnahmen muß für
jede Zone berücksichtigt werden. So sind für Zone 2 nur die Zündquellen
auszuschließen, die betriebsmäßig vorhanden sind. In Zone 1 sind dagegen
zusätzlich auch Zündquellen auszuschließen, die lediglich im Falle von
vorhersehbaren Störungen auftreten können. In Zone 0 sind selbst solche
Zündquellen unzulässig, die nur bei selten zu erwartenden Fehlern
auftreten können (siehe Kapitel Z).
 |
Zone 0 |
Zone 1 |
Zone 2 |
| ZE11), ZE6, ZE13 |
unzulässig |
unzulässig |
unzulässig |
| ZE2, ZE3, ZE3.1, ZE3.2, ZE5, ZE8, ZE9, ZE10 |
unzulässig |
unzulässig |
zulässig, da nicht betriebsmäßig |
| ZT1 |
unzulässig |
unzulässig |
unzulässig |
| ZT2, ZT3, ZT4 |
unzulässig |
unzulässig |
zulässig, da nicht betriebsmäßig |
| ZF1 |
unzulässig |
unzulässig |
unzulässig |
| ZF2 |
unzulässig |
unzulässig |
zulässig, da nicht betriebsmäßig |
| ZR1, ZR2 |
unzulässig |
unzulässig |
unzulässig |
1)Obgleich elektrostatische Entladungsvorgänge, wie
in ZE1 beschrieben, nach allgemeiner Auffassung keine betriebsmäßige Zündquelle
darstellen, fordert das Regelwerk für Applikationseinrichtungen die Umsetzung
der Grundmaßnahmen, wie Erdung der Geräte und Ausführung des Fußbodens
antistatisch, unabhängig von der ausgewiesenen Zone.
| | |