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K: Konstruktive Auswirkungsbegrenzung von Explosionsereignissen

Durch konstruktive Explosionsschutzmaßnahmen werden die Auswirkungen von Explosionsereignissen auf ein unbedenkliches Maß beschränkt, so daß hierdurch Maßnahmen zur Verhinderung derartiger Ereignisse nicht getroffen werden müssen.

Diese Schutzart wird dann umgesetzt, wenn sich mögliche Zündquellen nicht vollständig ausschließen lassen und gleichzeitig das Auftreten explosionsfähiger Atmosphäre nicht gesichert vermieden werden kann, oder wenn die präventiven Schutzmaßnahmen nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand zu erreichen sind.

In der Praxis wird man bestrebt sein, mit dem konstruktiven Explosionsschutz nur durch vergleichsweise selten auftretende Zündquellen hervorgerufene Explosionsereignisse unschädlich zu machen, da derartige Ereignisse, trotz der sicherheitstechnischen Unbedenklichkeit, immer eine Störung des Produktionsablaufes bedeuten.

Wenngleich also bei der Umsetzung des konstruktiven Explosionsschutzes sicherheitstechnisch grundsätzlich keine Maßnahmen zur Zündquellenvermeidung erforderlich werden, ist zur Vermeidung häufiger Betriebsunterbrechungen das Eleminieren der vermeidbaren Zündquellen anzuraten.

Bei der Umsetzung von Maßnahmen des konstruktiven Explosionsschutzes müssen die Anlagenteile so ausgelegt sein, daß sie dem auftretenden Explosionsdruck standhalten.

Hierbei ist unter Einbeziehung der Materialeigenschaften eine bleibende Verformung des Apparates zulässig.

Je nach Auslegung wird daher eine

Explosionsfeste Bauweise grundsätzlich unterschieden in:

  • explosionsdruckfeste Bauweise
    (bei auftretendem Explosionsdruck tritt ausschließlich elastische Verformung auf) oder
        
  • explosionsdruckstoßfeste Bauweise
    (bei auftretendem Explosionsschutz wird plastische Verformung toleriert).

Durch konstruktive Maßnahmen kann erreicht werden, daß statt des ohne Gegenmaßnahmen zu erwartenden

  • maximalen Explosionsdrucks, lediglich ein
  • reduzierter Explosionsdruck

auftritt.

Diese reduzierte Festigkeitsanforderung kann durch Druckentlastungseinrichtungen, die eine auftretende Druckwelle in eine ungefährliche Richtung ableiten, oder durch eine mittels Einblasen von Löschmittel erzielte Explosionsunterdrückung, erreicht werden.

Die unterschiedlichen Maßnahmen finden sich in den nachfolgenden Kapiteln:

KM

Explosionsfeste Bauweise für den maximalen Explosionsdruck

 

KP

Druckentlastung und explosionsfeste Bauweise für reduzierten

Explosionsdruck

 

KU

Explosionsunterdrückung und explosionsfeste Bauweise für reduzierten

Explosionsdruck

 

 
 

K - Konstruktive Auswirkungsbegrenzung von Explosionsereignissen

KM - Explosionsfeste Bauweise für maximalen Explosionsdruck

KP - Druckentlastung und explosionsfeste Bauweise für reduzierten Explosionsdruck

KU - Explosionsunterdrückung und explosionsfeste Bauweise für reduzierten Explosionsdruck

 
   
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