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KM: Explosionsfeste Bauweise für den maximalen Explosionsdruck
Bei Umsetzung dieser Schutzmaßnahme müssen die Anlagenteile so ausgelegt
sein, daß sie dem bei einer Explosion entstehenden maximalen Explosionsdruck im
Innern standhalten.
Die festigkeitsmäßige Auslegung der Apparatur kann dabei eine bleibende
Verformung zulassen.
Diese Bauform wird alsexplosionsdruckstoßfest bezeichnet.
Sie wird dann sinnvollerweise gewählt, wenn mit dem Eintritt eines
Explosionsereignisses nur mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit gerechnet werden
muß, da mit jedem Schadensereignis die weitere Funktionstauglichkeit in Frage
gestellt wird.
Erfolgt die Auslegung dagegen unter der Vorgabe, daß die Apparate dem zu
erwartenden Explosionsdruck standhalten ohne sich bleibend zu verformen, stellt
dieses eine explosionsdruckfeste Bauweise dar.
Eine explosionsfeste Bauweise für den maximalen Explosionsdruck erfordert keine
Druckentlastungsöffnungen oder Explosionsunterdrückungen.
Dieses führt jedoch auf der anderen Seite aufgrund der hohen Drücke zu
erheblichen Anforderungen an die Festigkeit, so daß bei großen Apparaturen
schnell die Grenze der Wirtschaftlichkeit erreicht ist.
Trockner in explosionsdruckstoßfester Bauweise werden nach der EN 1539 als
Typ C bezeichnet. Typ A sind Trockner deren
Explosionsschutzmaßnahmen auf Verdünnung der explosionsfähigen Atmosphäre
beruhen (s. Kapitel
AV), während Trockner vom Typ B bei Zugabe von inerten Gasen unterhalb der
Sauerstoffgrenzkonzentration betrieben werden.
Die Anforderung an Trockner dieser Bauart sieht vor, daß der Trockner den
Auswirkungen einer Explosion innerhalb eines vorgeschriebenen Volumens
standhält.
Die Abluftanlage für Lösemittel-Dampfemissionen muß ebenfalls in
explosionsdruckfester Bauweise ausgeführt sein.
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