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Benutzerhinweise
Die Beispielsammlung „Sicherheit beim Verwenden von Naßlacken und Farben“
zeigt Gefahren beim Umgang mit Oberflächenbeschichtungsmitteln auf und
beschreibt in der Lackanwendung umgesetzte Konzepte zu deren Beherrschung.
Sie richtet sich jedoch nicht nur an die Betreiber derartiger
Applikationsanlagen. Auch bei der Projektierung von Neuanlagen und
Anlagenänderungen läßt sich das sicherheitstechnisch erforderliche Equipment
unmittelbar aus den Betriebsanforderungen ableiten. Hierdurch wird ein
Sicherheitsstandard festgelegt, der verbindlich weltweit an allen BASF
Standorten des Unternehmensbereiches EC als Mindestanforderung einzuhalten ist.
Sehen länderspezifische Regelungen bestimmte abweichende Ausführungen vor, so
sind diese maßgeblich, soweit hierdurch das Sicherheitsniveau nicht gesenkt
wird. Die aufgezeigten Beispiele basieren auf dem europäischen Regelwerk des
Explosionsschutzes und bieten durch konkrete Lösungsvorschläge Hilfestellung
bei der Umsetzung der gesetzlichen Bestimmungen und technischen
Vorschriften.
Die Zusammenstellung erfolgte in Abstimmung mit Anlagenbetreibern,
Anlagenplanern und Sicherheitsfachleuten der BASF Coatings GmbH. Des weiteren
wurde die Erstellung von Sicherheitsfachleuten der BASF SE beratend
unterstützt.
Die Angaben erfolgten nach bestem Wissen des beteiligten Redaktionsteams
einvernehmlich und im Zusammenwirken mit Sicherheitsfachleute der
Aufsichtsbehörden der Bezirksregierung Münster (Dezernat 55), dem Staatlichen
Amt für Arbeitsschutz Coesfeld und dem staatlichen Amt für Arbeitsschutz
Arnsberg. Dennoch können durch Änderungen der technischen Regelwerke oder
aufgrund besonderer Anlagenkonstellationen in Einzelfällen Schutzmaßnahmen
erforderlich werden, die über die aufgezeigten Maßnahmen hinausgehen.
Die Verwendung des Explosionsschutzkonzeptes außerhalb der BASF Coatings AG
schließt daher jegliche Ansprüche Dritter aufgrund von tatsächlichen oder
vermeintlichen Schäden oder Nachteilen, die im Zusammenhang mit der Anwendung
des Explosionsschutzkonzeptes stehen, grundsätzlich aus.
Dem Hauptkapitel dieser Beispielsammlung ist nach einer allgemeingültigen
Beschreibung eine Matrix beigefügt, die in Abhängigkeit der mit dem jeweiligen
Prozeßschritt verbundenen Grundoperationen, die bevorzugten Anwendungsgebiete
bestimmter Schutzmaßnahmen, bzw. die spezifischen Gefahren aufzeigt.
Diese Übersicht ermöglicht das gezielte Auffinden der für den betrachteten
Sachverhalt relevanten Gefahren und möglichen Schutzmaßnahmen, ohne daß sich
der Anwender jeweils mit dem Gesamtinhalt vertraut machen muß.
Hierdurch soll, trotz des in der Natur der Sache begründeten erheblichen
Umfanges der Beispiele, eine bessere Praktikabilität beim Umgang mit der
Sammlung bei konkreten Fragestellungen erreicht werden. Das
Explosionsschutzkonzept dient der systematischen Überprüfung der Sicherheit
einer Anlage oder Anlagenkonzeption.
Es kann außerdem bei der Erstellung der für die Mitgliedsstaaten der
Europäischen Union gesetzlich erforderlichen Explosionsschutzdokumente als
Modul verwendet werden. Im Anhang dieses Explosionsschutzkonzeptes sind für
unterschiedliche Anlagentypen beispielhaft Explosionsschutzdokumente
dargestellt. Dabei wurde der Trocknungsprozeß bewußt in die
Explosionsgefährdungsbeurteilung einbezogen, wenngleich die
Temperaturbedingungen in diesem Prozeßschritt außerhalb der Legaldefinition der
Explosionsschutzzonen liegen. Da andererseits in den technischen Regelwerken
für Trocknungseinrichtungen Anforderungen in Analogie zu bestimmten Zonen
gestellt werden, ist es sinnvoll, diese Systematik auch für diesen
Verfahrensschritt anzuwenden. Die ausgewiesenen Zonen sind in diesem Falle
aufgrund der abweichenden Bedingungen auf den Definitionsrahmen der Häufigkeit
des Auftretens explosionsfähiger Atmosphäre beschränkt.
Bei der Projektierung von Neuanlagen oder der Änderung von Anlagen bleibt
immer eine Einzelfallprüfung im Rahmen von Sicherheitsbetrachtungen zur
Festlegung der notwendigen Sicherheitsmaßnahmen erforderlich. Die Beurteilung
der Wahrscheinlichkeit des Auftretens explosionsfähiger Atmosphäre und die
daraus resultierende Zoneneinteilung erfolgt grundsätzlich spezifisch für jede
Anlage und wird in Explosionsschutzdokumenten dokumentiert. Insofern haben die
aufgeführten Beispiele hinsichtlich der Zoneneinteilung orientierenden
Charakter.
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